Kastanienmarkt
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Altpapiersammlungen

Gerade in Zeiten der Blauen Tonne und einbrechender Papierpreise können und sollten wir etwas dafür tun, dass die Sammlung für alle Beteiligten ein Erfolg wird. Denn der Erlös daraus kommt immer einem guten Zweck - z. B. der Jugendabteilung - zugute!

Die Sammelteams sind froh und dankbar, wenn Sie das Papier aufheben und am Sammeltag rausstellen. Und dankbar sind sie auch, wenn es nach 6 oder mehr Stunden des Schleppens bei Hitze, Schwüle, Kälte, Regen, Schnee oder gar Glatteis (alles schon mal dagewesen...) endlich damit fertig sind! 

Die Papiersammler bemühen sich, gründlich zu arbeiten, nichts zu übersehen, auch in letzter Minute angereichte Papierkisten noch mitzunehmen, nicht unnötig viel Müll zu hinterlassen, den Verkehr nicht allzu lange zu behindern, beim Überqueren der Straße nicht in ein Auto zu laufen...

Aaaber: Gelegentlich beschleicht die Teams das leise Gefühl, dass manches einfacher wäre, wenn es nicht immer wieder diese Pakete gäbe, die 
- auch von mitfahrenden Erwachsenen kaum getragen werden können (z.B. Bücher/Zeitschriften) 
- schon am Vortag der Sammlung bei Regen/Schnee rausgestellt werden und dann so feucht sind, dass der Boden durchbricht und loses Papier aufgesammelt werden muss (hält enorm auf und ist im fließenden Verkehr nicht gerade ungefährlich)
- mit dünner Schnur/Wolle (reißt) oder Draht (ganz fatal: schneidet!) zusammengeschnürt sind
- noch mit Styropor gefüllt sind (z.B. von Elektrogeräten)
- Rest- oder Wertstoffmüll enthalten (Holz-/Metall-/Plastikteile usw.)
- so hoch gestapelt werden, dass sie umkippen/einbrechen und in Einzelteilen abgetragen werden müssen (das dauert...)
- und... und... und...

Zum Glück gibt es aber auch immer wieder Lichtblicke, wie
-
die Bäckersfrau, die den Sammlern Samstag nachmittags während der Sammeltour eine große Tüte voller Brötchen schenkte (und sich noch dafür entschuldigte, dass sie nicht belegt waren)
- die großen Papierstapel, die regelmäßig mit Plastikplanen vor Wind und Regen geschützt werden (super Service!)
- die Dame, die schon des öfteren dafür gesorgt hat, dass es für das Sammelteam nach der Arbeit auch noch Vergnügen (in Form von Eis oder Schokolade) gab
- die netten Anwohner, die gelegentlich sogar mit anpacken, z.B. wenn die Straßenbahn dem Presswagen dicht auf den Fersen ist
- den Vater eines aktiven Papiersammlers, der im Sommer auch schon mal den Gartenschlauch für die schwitzenden Helfer aufdreht (-;
- und... und... und...

Liebe unermüdliche Papierspender, bitte lassen Sie die Sammelteams nicht "im Regen stehen"... Je einfacher die Papierbündel zu transportieren sind, desto leichter machen Sie den Sammlern die Arbeit und desto sauberer haben Sie hinterher den Gehweg.


Und schließlich:
In manchen Stadtteilen sammeln kirchliche Gruppen im Wechsel mit verschiedenen Organisationen/Vereinen.
Der Erlös geht meist an die Jugendabteilungen von (Sport-)Vereinen/Kirchen. Um Papier rauszustellen, muss man nicht sportlich oder katholisch sein - nur bereit, zu helfen! Denn:

Einmal muss jeder von uns einsehen, dass uns die Kinder der anderen etwas angehen. Wir müssen begreifen, dass das Wohlergehen unserer Kinder und Enkel eng mit dem der Kinder und Enkel aller übrigen Menschen zusammenhängt. Schließlich ist der Chirurg, der die lebensrettende Operation an einem unserer Kinder durchführt, auch das Kind eines anderen. Wenn eines unserer Kinder bedroht oder verletzt wird, trägt das Kind eines anderen die Schuld an dem Akt der Gewalt. Die eigenen Kinder können nur dann ein gutes Leben führen, wenn es auch allen übrigen Kindern zuteil wird.
Lilian Katz, ECCE Newsletter


Bitte, machen Sie keine Unterschiede! Alle Organisationen können Ihr Papier (bzw. die Erlöse daraus) sinnvoll dafür verwenden, dass es anderen besser geht!