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Müll, Recycling & Umwelt

Abfalltrennung und Klimaschutz
http://www.karlsruhe.de/rathaus/buergerdienste/abfall/sauberes_karlsruhe/klimaschutz.de

 Viele werden sich fragen: Wie kann ich etwas für den Klimaschutz tun, indem ich Abfall trenne? 

Ganz einfach: Abfalltrennung ist die Voraussetzung für das Recycling von Wertstoffen. Die Wertstoffe, die - sei es aus Bequemlichkeit oder Gleichgültigkeit - im Restmüll landen, werden verbrannt und gehen so dem Recycling unweigerlich verloren.
Ganz nebenbei können Karlsruher Bürger und Bürgerinnen durch Abfalltrennung zu stabilen Gebühren beitragen: jährlich fallen ca. 70.000 Tonnen Abfall für die Verbrennung in Mannheim an. Das Müllheizkraftwerk erhält pro Tonne Müll 180 Euro, hinzu kommen für den Transport 20 Euro je Tonne für die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS). Eine kostensenkende Reduzierung der Müllmenge ist bis zur Mindestabnahmemenge von 30.000 Tonnen möglich.

 Und wieviel CO2 (Kohlendioxid) kann jeder von uns der Umwelt ersparen,
indem er seine Wertstoffe zum Recycling "freigibt"?
 


Rohstoff
CO2-Ersparnis
100 kg Altglas
30 kg CO2
100 kg Altpapier 90 kg CO2
100 kg Aluminium 1100 kg CO2
100 kg Kunststoff 280 kg CO2

 


Kaufrausch

Pro Kopf verbrauchen wir durchschnittlich 11 bis 15 kg Kleidung, mit anderen Textilien kommen wir auf 28 kg - das ist Weltspitze. Doch vor allem für die Produktion der "hautsympathischen" Baumwolle werden Unmengen an Ressourcen gebraucht. Dabei ist das "weiße Gold" mit einem Weltmarktpreis von nur
ungefähr 1 Euro/kg extrem billig.

Die ArbeiterInnen auf den Baumwollplantagen zahlen für diesen niedrigen Preis
mit einer 77-Stunden-Woche, einer miserablen Gesundheitsvorsorge und einer enormen Belastung durch Pestizide, die bei den empfindlichen Baumwollpflanzen massenhaft zum Einsatz kommen. Ein weiteres Problem liegt in dem enormen Wasserbedarf der Baumwollpflanzen: Um ein kg spinnfähige Faser herzustellen, braucht man 25.000 Liter Wasser! Das bedeutet für die ohnehin schon trockenen Anbaugebiete in China, Indien, den USA und Usbekistan, dass die Böden versalzen und der Grundwasserspiegel sinkt.

Und damit hört die Umweltbelastung noch nicht auf. Bis zu 20 Arbeitsgänge
sind bis zum fertigen Kleidungsstück nötig: Bleichen, Färben, antimikrobielle Behandlung - es werden so allerhand Chemikalien benötigt, um knitterfreie, antistatische oder Scotchgard-Produkte herzustellen. 90 % der Gifte spült das Abwasser weg, der Rest bleibt in der Faser.

Was tun?

  • Reduzieren Sie Ihren Durchsatz im Kleiderschrank! Kaufen Sie weniger und dafür bessere Qualität.
  • Vertrauen Sie Ihrer Nase und kaufen Sie keine chemisch riechenden Textilien, denn die sind häufig mit Formaldehyd belastet.
  • Bevorzugen Sie Kleidung, die nicht chemisch gereinigt werden muss.
  • Zeigen Sie dem Handel, dass Sie auf umwelt- und sozialverträgliche Kleidung Wert legen. Vor allem Versandhäuser verkaufen Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau.

(Aus: A.Schlumberger - "50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei Geld sparen" (Heyne-TB), und www.einkaufsnetz.org/mitmachen)

Ebenfalls empfehlenswert:

Shary Reeves (Hrsgb.): 500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern (rororo-TB)